Der Begriff enterale Ernährung leitet sich von dem griechischen „Enteron" für Darm ab. Unter enteraler Ernährung verstehen Fachleute eine teilweise oder gänzliche Versorgung mit speziellen Nährstoffen über Magen und Darm. Die entsprechenden Nährstoffe können entweder über den Mund oder über einen Kunststoffschlauch, eine Sonde, dem Körper zugeführt werden. Im letzteren Fall spricht man auch von Sondenernährung.
Gesunde Kinder nehmen in der Regel mit der Nahrung alles auf, was sie brauchen. Die Frage nach der Notwendigkeit einer Zusatznahrung stellt sich immer dann, wenn Kinder über eine längere Zeit zu wenig oder unausgewogen essen, weil sie nicht richtig essen können oder wollen. Auch ein besonders hoher Bedarf an Energie und Nährstoffen kann die Ursache für Mangelernährung sein. Enterale Ernährung ist zum Beispiel erforderlich bei:
- Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
- Krebserkrankungen und Folgeerscheinungen der Therapie
- anderen medizinischen (und sozialen) Gründen
Magen und Darm spielen die Hauptrolle bei der Verwertung von Nährstoffen. Sind die Funktionen von Magen und Darm beeinträchtigt, ist auch die Aufnahme der lebensnotwendigen Nährstoffe gestört. Das gilt zum Beispiel bei
- einer Antibiotikabehandlung.
- anhaltenden Durchfällen, die durch Infektionen mit Viren oder Bakterien ausgelöst werden.
- entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.
- Darmentzündungen, die durch eine medikamentöse Therapie, zum Beispiel bei Krebs, ausgelöst werden.
- einer Teilentfernung des Darms (50 Prozent der Darmtransplantationspatienten sind Kinder).
- Mukoviszidose, einer angeborenen Krankheit, die zur Bildung von zähem Schleim, z.B. in Lunge und Bauchspeicheldrüse, führt.
Nach Operationen, schweren Unfällen oder Krankheiten wird der kindliche Organismus in besonderer Weise gefordert. Zur schnellen Genesung braucht er viel Energie und ausgewählte Nährstoffe, die die Heilung unterstützen. Ist ein Kind oder Jugendlicher etwa für mehrere Tage nicht in der Lage, seine Nahrung aktiv aufzunehmen, ist die enterale Ernährung eine Möglichkeit, die Gesundheit und das Wachstum Ihres Kindes zu fördern. Die häufigste Krebserkrankung im Kindesalter ist die Leukämie (etwa 33% aller Fälle), der Blutkrebs. Hirntumore (22%) und Lymphome (12%) sind die nächsthäufigen Krebsarten bei Kindern und Jugendlichen. Eine sehr wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie aller Krebsarten ist ein guter Ernährungszustand. Aktuelle Daten zeigen allerdings, dass knapp ein Viertel der krebskranken Kinder bereits bei Aufnahme ins Krankenhaus mangelernährt sind. Während der Therapie kommt es meist zusätzlich zu einem Gewichtsverlust. Dieser Gewichtverlust ergibt sich einerseits aus dem erhöhten Energiebedarf des kranken Kindes. Andererseits ist die medikamentöse Behandlung eine weitere Belastung. Sie geht in der Regel mit starker Übelkeit, Erbrechen und Appetitmangel einher. Unter diesen Umständen ist es meist nicht möglich, die Kinder über eine normale Kost ausreichend mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Ganz gleich, was der Grund für die Mangelernährung Ihres Kindes ist. Nestlé HealthCare Nutrition bietet spezielle Produkte, die vorübergehend oder langfristig die Ernährung Ihres Kindes ergänzen bzw. ersetzen und an dessen besondere Ernährungsbedürfnisse angepasst sind. Ist der Energie- und Nährstoffbedarf nicht ausreichend gedeckt, eignet sich Clinutren® Junior optimal, um das Defizit auszugleichen. Clinutren® Junior ist in erster Linie als Trinknahrung konzipiert, kann aber auch als Sondennahrung eingesetzt werden. Oder greifen Sie zu Modulen® IBD oder Peptamen®Junior (Pulver) um Ihr Kind bedarfsgerecht zu versorgen. Mehr Information zu den einzelnen Produkten für Kinder von Nestlé HealthCare Nutrition erhalten Sie hier.
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Erfassen Sie mit wenigen Fragen Ihren Ernährungszustand. Zum Check |
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